Die Brille ist frisch geputzt und sieht auf den ersten Blick sauber aus. Beim Tragen fühlt sich die Sicht trotzdem nicht ganz klar an. Man blinzelt häufiger, schiebt die Brille zurecht oder verändert unbewusst die Kopfhaltung. Nachts bekommen Scheinwerfer einen Hof, bei Gegenlicht wirkt die Sicht milchig.
Also putzt man noch einmal. Oft wird es dadurch nicht besser.
Der Grund: Rückstände können beim Putzen auf dem Glas bleiben und sich dabei lediglich über die Oberfläche verteilen. Schon geringe Mengen Hautfett oder andere Rückstände können die optischen Eigenschaften der Oberfläche beeinflussen. Untersuchungen zeigen, dass bereits einzelne Fingerabdrücke die Lichtübertragung eines Brillenglases messbar verändern können.
Trockenes Wischen verteilt Fett, statt es zu lösen
Im Laufe des Tages gelangen Hautfett, Fingerabdrücke, Sonnencreme und Rückstände von Pflegeprodukten auf die Brillengläser. Diese Verschmutzungen haften an der Oberfläche. Ein trockenes Tuch kann einen Teil davon aufnehmen, löst den Fettfilm aber nicht vollständig. Ein Teil der Rückstände verteilt sich stattdessen über das Glas.
Kurz wirkt die Brille klarer. Sobald Licht seitlich auf das Glas trifft, werden verbliebene Schlieren sichtbar.
Auch das Reinigungstuch selbst spielt eine Rolle. Ein Tuch, das über längere Zeit offen im Etui oder in der Tasche liegt, kann Staub und andere Partikel aufnehmen und verliert mit der Zeit an Reinigungswirkung. Warum das T-Shirt keine gute Alternative ist, erklärt der Beitrag Warum du deine Brille nicht am T-Shirt reinigen solltest.
Haushaltsreiniger sind nicht für Brillengläser geeignet
Glasreiniger, Spülmittel und Desinfektionsmittel sind schnell zur Hand. Sie wurden für andere Oberflächen und Materialien entwickelt, nicht speziell für moderne Brillengläser mit ihren unterschiedlichen Beschichtungen.
Je nach Zusammensetzung können aggressive oder ungeeignete Reinigungsmittel bestimmte Beschichtungen beeinträchtigen. Bei häufiger oder unsachgemäßer Anwendung können sich Veränderungen der Oberfläche zeigen. Dazu gehören beispielsweise fleckige oder irisierende Stellen, die sich nicht einfach wegputzen lassen. Was bei der Reinigung mit ungeeigneten Mitteln auf der Oberfläche passieren kann, beschreibt Beschichtete Brillengläser: was Reinigung mit der Oberfläche macht.
Hinzu kommen mögliche Rückstände des Reinigungsmittels. Wird die Oberfläche nicht vollständig abgespült, können Bestandteile beim Trocknen auf dem Glas zurückbleiben. Die Brille wirkt dann matt oder streifig, obwohl sie gerade gereinigt wurde.
Mehr Druck löst das Problem nicht
Bleiben Schlieren zurück, wird häufig einfach kräftiger nachgerieben. Das ändert wenig, solange der Fettfilm noch auf dem Glas liegt.
Auch für die Oberfläche ist stärkeres Reiben keine bessere Lösung. Moderne Brillengläser bestehen aus mehreren Schichten, zu denen je nach Glas beispielsweise Entspiegelungs- oder Hartschicht gehören. Befinden sich Staub oder feine Partikel zwischen Tuch und Glas, kann hoher Druck die Oberfläche bei häufiger Reinigung stärker beanspruchen. Ein einzelner Reinigungsvorgang macht dabei meist keinen sichtbaren Unterschied. Über einen längeren Zeitraum kann unsachgemäße Reinigung dennoch Spuren hinterlassen.
Drei Fragen helfen, die Ursache schneller zu finden:
- Ist das Tuch sauber und trocken?
- Wurde der Fettfilm vor dem Trocknen gelöst?
- Sind Wasser- oder Reinigungsmittelreste auf dem Glas geblieben?
Wie Eyeshaker in die Reinigungsroutine passt
Eyeshaker trennt die einzelnen Schritte der Brillenreinigung, die beim schnellen Trockenwischen oft zusammenfallen.
Im Shaker lösen Wasser und Cleaning Tab die Rückstände. Anschließend wird die Brille mit Wasser abgespült, einschließlich Fassung und Nasenpads. Erst danach kommt THE GLOVE zum Einsatz: Die dunkle Seite nimmt Feuchtigkeit auf, die helle Seite dient zum Nachpolieren.
Das Reinigungstuch übernimmt damit den letzten Schritt. Fett, gelöste Rückstände und Wasser werden vorher von der Oberfläche entfernt.
Klare Sicht ist eine Frage der richtigen Reihenfolge
Eine gründliche Brillenreinigung besteht aus mehreren Schritten: Rückstände lösen, abspülen, Feuchtigkeit aufnehmen und nachpolieren. Wird nur trocken gewischt, bleiben Fett, Wasser oder andere Rückstände leichter auf der Oberfläche zurück. Die Folge sind Schlieren und eine Sicht, die trotz sauberer Brille nicht wirklich klar wirkt.
Die vollständige Grundroutine erklärt der Beitrag Brille richtig reinigen: eine einfache Routine für klare Sicht.
Die einzelnen Schritte nehmen nur wenig Zeit in Anspruch. Entscheidend ist, dass jeder Schritt die Aufgabe erfüllt, für die er gedacht ist.
Produkte für die vollständige Brillenreinigung
THE GLOVE zum Trocknen und Nachpolieren.
EYESHAKER Set für die vollständige Reinigungsroutine.
EYESHAKER Cleaning Tabs zum Lösen von Rückständen.
